Ach, ist es nicht zauberhaft – so ein Baby, friedlich schlummernd und im Schlaf lächelnd…

 
Ich weiß noch genau, dass ich mich damals als frischgebackene Mama gar nicht sattsehen konnte an diesem kleinen großen Wunder!
Jede kleine Regung, die süßen Geräusche und eben das Engelslächeln haben mich so in den Bann gezogen, wie nie etwas zuvor!
 

Ach ja, es war Liebe auf den ersten Blick und sie wurde von Tag zu Tag stärker!

Ich war wirklich überwältigt von diesem zauberhaften Wesen und hin und weg…

Aber nahezu zeitgleich überkam mich noch eine Gefühlslawine:


Oh mein Gott – so eine riesengroße Verantwortung hatte ich nun! So viel, was ich falsch machen könnte! Was, wenn sich mein Baby nicht sicher fühlt und verstanden? Was, wenn wir keine gute Beziehung haben würden….

Oh man, damit hatte ich gar nicht gerechnet! Ich war eigentlich sehr gut vorbereitet, hatte gefühlt 1000 Bücher, Blogs und Artikel rund ums Baby gelesen und nun war ich doch tatsächlich komplett verunsichert!
 
Und zu all dem kamen noch lauter gutgemeinte Ratschläge, Tipps und Hinweise meiner sicher wohlmeinenden Umgebung dazu:

„Oh nein, renn bloß nicht immer gleich hin – sonst tanzt sie dir bald auf der Nase rum!“

„Schreien stärkt die Lungen, das weißt du doch??“
„Ähm, du trägst sie, weil sie im Kinderwagen schreit – klarer Fall: sie hat dich gut im Griff!“
 
Ach echt? Noch mehr Sorgen, noch mehr Verunsicherung – was ist denn nun richtig & wie soll ich es denn am besten machen?

Also habe ich mich auf den Weg gemacht –

* in meine Mutterrolle hineinzuwachsen
* mein Baby in Ruhe kennenzulernen und darauf zu vertrauen, dass wir es schaffen, sie gut ins Leben zu begleiten
* wieder in eine gute Verbindung zu meinem Herzen zu kommen
* ein Familienleben zu finden, das wirklich zu uns passt!
Das war nicht immer so leicht, wie es heute nach all den Jahren klingt!
Immer wieder gab es die Phasen (meist, wenn ich übermüdet, gestresst und nicht in meiner Mitte war), in denen ich mich hab verunsichern lassen.

Und immer wieder gab es auch die Momente, in denen ich mich positionieren musste, klar sein für mich, mein Baby und meine Familie – und mich eben gegen alte Glaubenssätze und Einmischung von außen zur Wehr setzen musste.

 

Aber ich kann dir wirklich versichern, dass es das alles wert war!

Unser Baby von damals ist inzwischen schon fast ein Teenager & wir sind sehr verbunden miteinander! Sie geht selbstbewusst und voller Vertrauen durchs Leben und weiß, dass sie immer mit allem zu uns kommen kann. Das macht mich sehr stolz und ich bin froh, dass wir uns damals aufgemacht haben – hin zu unserem bindungsstarken Familienleben.

 
Das heißt übrigens nicht, dass hier nicht auch mal die Fetzen fliegen und die Türen knallen! Wir können hier auch mal ordentlich aneinander geraten & uns dann aber auch wieder feste in den Arm nehmen, drüber sprechen und eben immer darauf vertrauen, dass unsere Bindung das locker aushält!

So, nun habe ich mal ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert und bin sooo gespannt, wie es bei dir ist? Hast du ein Baby und bist noch in der Phase des Kennen- und Verstehenlernens? Wie erlebst du dich im Umgang mit deinem Baby? Gibt es viel Einmischung und Verunsicherung oder hast Du bereits eine klare, bindungsstarke Haltung?

Ich freue mich sehr, von dir zu hören!

 

Alles Liebe, Eva